Songs von der Schwerkraft des Daseins

Foto: Ralf Emmerich
Etwas „woraus wir nicht sind und was mir Angst macht“ – so beschreibt der US-amerikanische Lyriker Frederick Seidel die dunkle Materie. Unsichtbar, rätselhaft und doch das, was unser Universum zusammenhält. In dieser 60-minütigen Produktion wird sie zum Sinnbild jener unsichtbaren Kräfte, die unser Leben bewegen: Schwerkraft und Liebe, Sehnsucht und (Un-)Endlichkeit.
Aus der Schatzkammer englischsprachiger Lyrik entstehen melancholisch-schöne Songs, die den Mikrokosmos des Alltags mit den großen Fragen des Daseins verweben. Zwischen Sprechgesang und melodischen Bögen, Jazzballade und Geräuschkaskade, hartem Groove und schwebenden Sounds entfaltet sich ein musikalischer Kosmos voller Spannung und Poesie.

Foto: Ralf Emmerich
Gitarrist Michael Kolberg und Sängerin Anna Stern verschmelzen mit einem bewegten Bühnenbild zu einem lebendigen Gesamtbild. In einem Aquarium arrangiert Michael Schneider Objekte und Substanzen, die durch die Live-Projektion ins Riesenhafte wachsen, schwerelos erscheinen und sich auf magische Weise verwandeln. So entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Klang, Bild und Text – und ein Blick auf das Unsichtbare, das uns alle verbindet.

frei nach Gedichten von e.e. cummings, Frederick Seidel, Anne Sexton und Dylan Thomas und mit Texten von kolberg+stern
mit Michael Kolberg (Gitarren), Anna Stern (Gesang) und Michael Schneider (Live-Videoprojektion)